| Ansprung in Fakten | |||
| Ortsgründung | 1434 | ||
| Einwohner | 672 (Stand: 1. August 2010) | ||
| Bevölkerungsentwicklung | -11/Jahr (-1,6%/Jahr) | ||
| Kommune |
Stadt Zöblitz (eingemeindet am 1. Januar 1999) |
||
| Landkreis | Erzgebirgskreis in Sachsen | ||
| Höhe ü. NN. | 615 - 720m | ||
| ehemalige Ortsteile |
Sorgau (308 Einwohner) |
||
| Gewässer | Knesenbach (entwässert in die Schwarze Pockau) | ||
| Berge |
Morgensternhöhe (711m) Wolfstein (736m) Rabenberg (801m) |
||
| Verkehrswege |
Bundesstraße B171 (nach Zöblitz, Marienberg, Olbernhau) Staatsstraße 217 (nach Rübenau) |
||
| Vereine |
Motorradfreunde Ansprung/Erzg. e.V. Erzgebirgszweigverein Ansprung Klöppelgruppe Ansprung |
||
| Gasstätten |
Goldene Sonne (an der Straßenkreuzung Staatsstraße/Bundesstraße) Waldschänke (Oberdorf Richtung Grundau) |
||
| Sehenswertes |
Heimatstube in der Schmiede Ansprung Orchideenwiese |
||
| Unterkünfte | Pension Schalling (8 Betten) | ||
Ansprung
Das Dorf Ansprung ist ein Waldhufendorf im Erzgebirge, das sich 2,5 km entlang des Knesenbaches erstreckt.
Ansprung grenzt unmittelbar an die Kleinstadt Zöblitz, von der es 1999 eingemeindet wurde.
Bis dato zählte das eigenständige Dorf mit seinen Ortsteilen Sorgau (1974 eingemeindet), Grundau (1931) und Hüttstatt ca. 1.000 Einwohner.
Hüttstattmühle
Die Hüttstattmühle liegt zwischen dem Vogeltoffelfelsen und der Morgensternhöhe südwestlich von Ansprung. Sie wurde im 15. Jahrhundert als Glashütte errichtet. Ab 1843 wurde in der Hüttstattmühle Getreibe gemahlen. Im Jahr 1917 wurde sie zur Jugendherberge umgebaut. Im Jahr 2009 wurde das christiliche Freizeitheim durch die heutigen Betreiber Helga und Gotthard Neumann umfassend modernisiert.
Das gesamte Hüttstattmühle-Arial ist ca. 4ha groß. Im Hauptgebäude stehen 54 Betten zur Verfügung, sowie 3 Gruppenräume, 1 Speiseraum, 1 Andachtsraum und ein Wintergarten. Das angrenzende Bungalowdorf ist besonders für Jugendliche geeignet. In den insgesamt 9 Bungalows können jeweils bis zu 5 Personen nächtigen. 2 davon sind als Ferienhäuser mit Dusche, WC, Küche und TV ausgestattet.
Serpentinstein
Auf der Ansprunger/Zöblitzer Flur gibt es ein bedeudentes Serpentinsteinvorkommen.
Der Serpentinstein besteht u.a. aus Metamorphit. Es ist ein besonders weicher Stein. Dadurch kann man ihn leicht bearbeiten. Bereits Ende des 16. Jhd. entstand so der Beruf des Serpentinsteindrechslers.
Aus Serpentinstein wurden Krüge, Becher und andere Gefäße gedrechselt. Viele dieser Kunstartikel sind heute noch in Kirchen, Burgen und Schlösser zu finden. Die Zöblitzer Natursteine GmbH stellt heute noch Vasen, Kerzenhalter, Tischuhren und viele weitere edle Accessoires aus Serpentinstein her.
Die letzte Ansprunger Serpentinsteinfabrik stellte 1970 ihre Produktion ein. Das Serpentinsteinvorkommen ist heute weitestestgehend erschöpft. Seit 1999 wird jedoch in den Zöblitzer Serpentinsteinbrüchen Gneis in südlicher Richtung abgebaut.
Wandern
Ansprung liegt unmittelbar an den wildromantischen Erzgebirgstälern: Schwarzwassertal und Runstockbachtal.
Besonders faszinierend sind die abstrakt und steil aufragenden Felsen des Schwarzwassertals: der Nonnenfelsen, die Teufelsmauer, der Katzenstein und der Vogeltoffelfelsen. Letzterer ist von der Ansprunger Ortsmitte aus in nur 15min zu Fuß zu erreichen.
Der Hausberg von Ansprung ist die Morgensternhöhe. Sie erhebt sich ca. 70 Höhenmeter über der Ortsmitte von Ansprung, in etwa 1km Entfernung. Der Berg ist bequem zu Fuß zu erreichen. (Richtung Hüttstätt/Vogeltoffelfelsen) Von hier hat man einen fantastischen Rundblick. Zu sehen sind u.a. die Bergstadt Marienberg, die Augustusburg, das Bergstädtchen Sayda, sowie das nahe Ansprung, Zöblitz, Pobershau und das Schwarzwassertal.
